14. Dezember: Geh deinen Weg

Jeder Weg ist anders, jede Entscheidung beeinflusst unseren Weg. Manchmal wissen wir nicht, wohin eine Entscheidung uns führt. Aber stell dir doch einmal vor, wir könnten alles bis ins kleinste Detail planen? Würden wir uns bewusst den Herausforderungen stellen oder doch viel eher den bequemen Weg einschlagen? Ohne Herausforderungen gibt es kein Wachstum. Ein Sprichwort besagt: "Man wächst mit seinen Aufgaben". Was aber, wenn wir uns keiner Aufgabe stellen, wenn wir lieber die Wege gehen, die bereits gelöst sind, die beschildert wurden für uns und denen wir einfach nur noch folgen müssen, ohne nachzudenken, ohne gefordert zu sein? 

Die Tristesse und Langeweile wären vorprogrammiert. Deshalb ist es so wertvoll, die neuen Wege einzuschlagen, sich den Herausforderungen auf dem Weg zu stellen und manchmal abzuzweigen, wenn alle anderen geradeaus wandern.

Dazu wollen wir Euch einen kleinen Einblick in unsere Wege geben:

Marion hat mehr als zwanzig Jahre lang als Erzieherin und Kitaleitung gearbeitet. Doch sie spürte, es muss noch etwas anderes geben. Dazu fühlte sie sich an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr wohl. Nun galt es eine Entscheidung zu treffen: Der bequeme Weg wäre gewesen, die Unstimmigkeiten in der Kita zu schlucken und das sichere Gehalt zu bewahren. Sicherheit als oberstes Gebot. Marion entschied sich für den weniger bequemen Weg. Sie kündigte, schrieb Bewerbungen an pädagogische Fachverlage, erhielt Zusagen und baute sich so eine Grundlage für ihre Geschäftsidee. Sie wollte schreiben, Figuren erschaffen, kreativ sein. Heute, nach fast acht Jahren kann sie sagen: "Ich habe mir meinen Traum erfüllt. Meine Arbeit fühlt sich nicht wie Arbeit an. Ich sitze Tag für Tag freudig an meinem Schreibtisch, ich liebe die Seminare und bin dankbar für die Rückmeldungen von Lesern, Seminarbesuchern, AutorInnen, ErzieherInnen, SchülerInnen, .... Jeder dieser "Arbeitstage" ist ein Geschenk für mich."

Bei Petra war es ähnlich. Eine solide Ausbildung im Büro. Doch da war dieses unbändige Drängen in ihr, mit Menschen arbeiten zu dürfen, die Welt zu erkunden, Völker zu verbinden. Und so arbeitete sie viele Jahre lang in den unterschiedlichsten Ländern der Welt – mit und für Menschen, ehe sie in ihre bayerische Heimat zurückkehrte. In diesem Jahr feierte sie das 25-jährige Jubiläum ihres TOWOL-Instituts und sie sagt: "Mit und für Menschen zu arbeiten, sie in herausfordernden Situationen zu unterstützen, ihren Weg zu begleiten gibt mir jeden Tag ein besonderes Gefühl innerer Dankbarkeit. Ich freue mich über die vielen Menschen, die mich seit vielen Jahren begleiten, meine Seminare besuchen, meine Impulse im Alltag umsetzen und mich mit liebevollen Rückmeldungen überraschen. Und ich bin sicher, es wird sich noch viel Gutes entwickeln, denn wir gehen den Weg weiter und nehmen die Steine, die man uns hinlegt, um daraus etwas Schönes zu bauen."

 

Wir wünschen dir, dass du dich traust, deinen eigenen Weg zu finden und ihn auch zu gehen. Lass dich nicht von vermeintlichen Sicherheiten oder Ängsten beeinflussen. Wer weiß schon, was hinter der uneinsehbaren Kurve auf dich wartet. Überlege dir heute. was dir an deinem bisherigen Lebensweg Freude bereitet und an welcher Stelle du gern die Abzweigung nehmen möchtest. 

Bist du dir dessen bewusst, dann biege ab! 

Wir wünschen dir viel Freude auf deinem Weg. 

 

Herzliche Grüße

Petra und Marion