20. Dezember: Leichtes Gepäck

Der Kleiderschrank hängt voll, der Vorratsraum für Lebensmittel quillt über, in den Schubladen haben wir den Überblick verloren. Kennst du solche Situationen? Das sind ganz irdische Dinge, die wir uns anhäufen. Vieles brauchen wir nicht. Es hängen Klamotten im Schrank, die wir gar nicht oder nur sehr selten tragen. Ähnlich ist es in vielen anderen Lebensbereichen. Für den Garten wird mehr Pflanzmaterial und Saatgut gekauft, als man Platz hat, im Handwerkskeller sind Schrauben, Nägel, Dübel gehortet ... Wir könnten mit unseren Aufzählungen die Liste auf vielfache Weise verlängern.

Doch nicht nur die materiellen Dinge häufen wir an. Es sind auch die Gedanken. Manchmal fühlt es sich an, als "platze uns der Kopf". Kein Wunder, bei dem Gedankenwirrwarr, das wir uns selbst produzieren. Wer sich von den negativen Nachrichten dieser Welt permanent berieseln lässt (und das passiert ganz unbewusst, wenn wir das Radio einschalten, fernsehen oder im Internet surfen), häuft automatisch auch viele Gedanken an. Ohne es zu bemerken. Doch sie sind da und beeinflussen unser Handeln. Bei vielen Menschen sammeln sich in erster Linie unschöne Gedanken an, weil der Mensch an sich oft lieber das halb leere Glas sieht. Gehen wir jedoch so mit unseren Gedanken um, wirkt sich das auch auf unsere Seele aus. Das Herz wird schwer, wir fühlen uns matt und abgeschlagen und vergessen dabei, wie wichtig die scheinbar unwichtigen Dinge im Leben sind.

Dabei ist die Seele dafür geschaffen, zu strahlen und unser Leben zu erhellen, unser Herz freudig schlagen zu lassen und uns Kraft und Mut zu geben.

 

Deshalb unsere Impulse für dich:

  • Wer im Außen Ordnung schafft, gelangt auch zur inneren Ordnung. Das geschieht Schritt für Schritt. Wie wäre es, dir heute vorzunehmen, eine Schublade aufzuräumen und all das auszusortieren, das du nicht dringend brauchst. (Eine gute Übung hierfür ist, sich zu überlegen, wann du etwas zuletzt benutzt hast. Du wirst dich wundern, wie lange das bei manchen Dingen her ist ;-))
  • Setze dich an einen schönen Platz, an dem du dich wohlfühlst und lass deine Gedanken kommen und gehen. WELCHE Gedanken nimmst du wahr? Notiere sie dir und verabschiede wenigstens EINEN dieser Gedanken, indem du dich dafür bedankst, dass er da war, du ihn jetzt aber nicht mehr haben möchtest. Verbrenne den Zettel, auf dem dieser Gedanke steht. So verabschiedest du ihn ganz bewusst und für dich sichtbar.
  • Stelle dir einen "seelischen Rucksack" vor, mit dem du die kommenden Tage bis zum Jahresende gehen wirst. WAS brauchst du darin? Welche Eigenschaften sind dir wichtig? Möchtest du Ruhe, Gelassenheit, Zufriedenheit, Dankbarkeit, Engagement, ... (überlege dir drei Eigenschaften) mitnehmen? Dann packe diese in deinen gedanklichen Seelenrucksack. Jeden Morgen beim Aufwachen sagst du dir diesen Satz vor: "Ich bin heute dankbar, gelassen und zufrieden." (oder was auch immer du dir eingepackt hast).

Spürst du, wie sich dein Denken, Fühlen und Handeln verändert, wenn du bewusst mit dir und deinen Ressourcen umgehst? Lade dir nicht zu viel auf. Verlange nicht zu viel von dir. Gehe mit leichtem Gepäck!

 

Damit du dich selbst von zu vielem Gepäck befreien kannst, laden wir dich herzlich zu morgigen Montagsmeditation mit Petra ein. Hier kannst du deinen Platz reservieren.

 

Herzliche Grüße

Petra und Marion