21. Dezember: Behalte das Ziel im Blick

Wie soll man das Ziel im Blick behalten, wenn man gar nicht weiß, was das Ziel ist, wirst du dich jetzt vielleicht fragen. Fakt ist: Ganz egal, ob wir wissen, wohin unser Weg uns führen soll, ob wir also eine klare Vorstellung davon haben, was wir erreichen wollen oder nicht: Wir sind auf dem Weg. Mit jedem neuen Tag, jeder neuen Stunde sind wir unterwegs auf dem Weg unseres Lebens. Damit kommen wir voran. Es ist nicht wichtig, ob wir wissen, wohin dieser Weg uns führt. 

Und manchmal müssen wir es gar nicht wissen. Im Gegenteil. Oft ist es viel wertvoller, keinen genauen Plan zu haben. Lass das Leben selbst wirken. Dein Weg ist ohnehin längst geplant. DU hast ihn geplant. Lange bevor du dir bewusst Gedanken dazu gemacht hast, WAS du erreichen willst.

 

Wenn du nun ganz ehrlich mit dir bist und in dich hineinhörst, welche Antworten gibst du dir bei der Frage nach deinem Ziel?

Sollte deine Antwort noch völlig im Irdischen liegen, dann sagst du wahrscheinlich:

  • Ich möchte (erfolgreich) sein
  • Ich möchte beliebt sein
  • Ich möchte ein neues Auto, neue Klamotten, .... haben

Gibst du dir diese Antworten, sind das deine Ziele, die zwar durchaus nachvollziehbar – und sicher auch angenehm – sind, aber es ist nicht das Wesentliche. Wir können glücklich sein, ohne Geld zu haben, wir können dankbar sein, ohne in einer neuen Jacke umherzulaufen, ...

Lausche noch einmal in dich hinein, fühle dich frei von all den Äußerlichkeiten und höre auf deine innere Stimme. Eine gute Übung dafür ist, dass du dich allein irgendwo hinsetzt, wo dich niemand ablenken kann. Bedanke dich ganz bewusst für den heutigen Tag und frage dich, was das Allerschönste in deinem Leben ist. Ein Wort, ein Name, eine Eigenschaft reicht. Du brauchst also die Essenz aus allem. Diese Essenz ist es, die deinen Weg von anderen unterscheidet, die dich besonders und einzigartig macht. Sie prägt deinen Weg und sie wird auch dein Ziel prägen. Denn vergiss nie: "Der Weg ist das Ziel."

 

Und heute ist ein außergewöhnlicher Tag, ist dir das bewusst?

Heute ist der Tag der Wintersonnenwende, die längste Nacht des Jahres, der dunkelste Tag des Jahres. Nimm dir fünf Minuten Zeit. Setze dich heute Abend hin und zünde dir eine weiße Kerze an. Beobachte die Flamme. Siehst du das gleichmäßige Flackern? Erkennst du die Hoffnung, die diese kleine Flamme mit sich bringt? Sie erhellt die Nacht, auch die dunkelste Nacht des Jahres wird dadurch heller.

Ist der Himmel bei dir wolkenfrei? Dann nutze die Gelegenheit, um  dir zwischen 18 Uhr und 19 Uhr ein besonderes Himmelsschauspiel zu betrachten: Die große Konjunktion, das Zusammentreffen von Saturn und Jupiter, die sich in der heutigen Nacht so nahe kommen, wie seit dem Mittelalter nicht mehr, lässt einen vermeintlich "besonders hellen Stern" am Himmel strahlen. Mit bloßem Auge wirkt es, als sei es tatsächlich ein Himmelskörper, ABER: Wer ein Fernglas oder gar ein Fernrohr benutzt, kann beide Planeten erkennen. Mit etwas Glück kannst du sogar ihre helleren Monde sehen. 

Nun stelle dir die Frage: WARUM treffen sich die beiden ausgerechnet in diesem Jahr für uns sichtbar? WARUM strahlen sie heuer besonders hell? Sind sie es, die uns in diesem herausfordernden Jahr zeigen wollen, dass auch in der dunkelsten Nacht ein Licht unseren Weg erhellt? Sollten wir diesem hellen Stern folgen? Wo werden wir dann wohl landen? Auch ohne es zu wissen, sollten wir uns auf den Weg machen. Wie die Hirten damals, die im Vertrauen auf den Engel loszogen und am Ende den hell erleuchteten Stall fanden. 

 

Wir wünschen dir, dass du deinen Weg gehst, auch, wenn er manchmal nicht hell erleuchtet ist. Nimm die kleinen und essenziellen Ziele wahr und traue dich, dein Ziel im Blick zu behalten.

 

Viel Freude, Dankbarkeit und Genuss auf deinem Weg zum Ziel

Petra und Marion