22. Dezember: Genieße die Stille

Die echte äußere Stille, der kompletten Lautlosigkeit kennen wir wohl gar nicht. Denn selbst WENN wir es schaffen, uns selbst zur Ruhe zu bringen, gibt es in unserer Umgebung immer noch Geräusche.

Während wir diesen Beitrag schreiben, lauschen wir ... es ist ruhig, aber es ist nicht still. Da tickt die Wanduhr, ein Flugzeugmotor brummt, Fahrzeuge sind entfernt wahrzunehmen, Vögel zwitschern. Es ist keine Stille im Außen. 

Trotzdem können wir Stille im Inneren schaffen, indem wir uns darauf konzentrieren, uns im Ganzen wahrnehmen und unserer Seele lauschen. Die Seele liebt die Stille. Das ist ein wahres Elixier für sie, denn hier kann sie Kraft schöpfen, das wirklich Wichtige darstellen und uns an unser SEIN erinnern.

 

Unser Impuls für dich:

 

Plane für diese Übung mindestens 15 Minuten ein

  • Suche dir einen ruhigen Platz (am besten an einem einsamen Ort in der Natur) - entfernt von Straßen- und Zivilisationsgeräuschen. Sorge dafür, dass dein Handy schweigt (indem du es ausschaltest) und du dich nur auf dich einlassen kannst.
  • Lausche deinem Atem. Ganz bewusst. Spüre, wie er ein- und ausströmt. 
  • Nimm deine Füße wahr. Sie stehen fest auf dem Boden, aber wie fühlt sich dieses "Feststehen" an? Gibt es dir Halt? Sicherheit? Hoffnung? Verbindung?
  • Wandere gedanklich dein linkes Bein empor. Spüre dein Knie, den Oberschenkel, den Po, deinen Bauch und schließlich den linken Arm, die Hand, die Finger. Fokussiere dich vollkommen auf deinen Körper. Lass deine Gedanken weiterwandern zu deinem Hals, dem Kopf und wieder hinunter. Verweile gedanklich bei deinem Herzen. Wie schlägt es? Was ist dein Rhythmus? Welche Gefühle löst dieser Rhythmus in dir aus?
  • Nun kümmere dich um deine rechte Körperseite. Wandere in Gedanken durch den Arm, die Hand, die Finger, den Rumpf hinab bis du wieder bei deinen Füßen angekommen bist. 
  • Halte bei jedem Körperteil inne, um es wirklich bewusst zu spüren. Schenke ihm ein Lächeln und bedanke dich bei ihm dafür, dass es dir hilft, durchs Leben zu gehen, dein Leben zu gestalten, zu sein. 
  • Anschließend kümmere dich um deine Organe. Die Lunge, das Herz, die Leber, der Magen, der Darm, das Hirn, die weiblichen/männlichen Geschlechtsorgane. Schenke jedem einzelnen deine Aufmerksamkeit, dein Lächeln, deine Dankbarkeit und beende die Übung bei deiner Seele. Wofür dankst du ihr? 

Mit welchem Gefühl gehst du aus dieser Achtsamkeitsübung? Notiere es dir. Wiederhole diese Übung immer mal wieder und notiere dir die Essenz dessen, was du fühlst. Das kann ein Wort sein oder ein Satz. Mehr nicht. Verändern sich deine Gefühle oder sind sie immer ähnlich? Welche Schlüsse ziehst du daraus?

 

Eines ist sicher: Mit dieser Übung schaffst du dir ganz viel Achtsamkeit und innere Stille oder hast du währenddessen Außengeräusche wahrgenommen? Wenn du es schaffst, den Fokus auf dich zu richten, werden dich Außengeräusche nicht mehr erreichen. Es ist eine Aufgabe, die du dir antrainieren kannst. Versuche es. Es tut sooo gut!

 

Wir wünschen dir ganz bewusste Momente der Stille in dir – für dich und deine Seele.

 

Herzliche Grüße

Petra und Marion